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Duftstoffallergene in Kosmetik: Das versteckte Risiko

April 4, 2026

„Parfum" — ein einfaches Wort auf einem Kosmetik-Etikett, das Dutzende einzelner chemischer Verbindungen verbergen kann. In der EU ist das nicht vollständig akzeptabel. 26 spezifische Duftstoffallergene müssen namentlich aufgeführt werden, wenn sie bestimmte Konzentrationsschwellen überschreiten.

Warum Duftstoffallergene wichtig sind

Duftstoffallergien betreffen schätzungsweise 1-3 % der EU-Bevölkerung — das sind 4-12 Millionen Menschen. Die Reaktionen reichen von leichter Hautreizung bis zu schwerer Kontaktdermatitis. Die Herausforderung ist, dass die meisten Menschen nicht wissen, welche spezifischen Verbindungen ihre Reaktionen auslösen.

Die 26 EU-Duftstoffallergene

Gemäß Anhang III der EU-Verordnung 1223/2009 müssen diese deklariert werden, wenn sie in Nicht-abwaschbaren Produkten über 0,001 % oder in Abwaschprodukten über 0,01 % vorhanden sind:

Am häufigsten (in über 50 % der parfümierten Produkte):

  • Linalool — in Lavendel-, Bergamotte- und Rosenholzölen
  • Limonene — Zitrusduft, sehr verbreitet in Reinigungs- und Kosmetikprodukten
  • Citronellol — rosenähnlicher Duft
  • Geraniol — blumig, rosenähnlich
  • Hexyl Cinnamal — kamillenähnlicher Duft
  • Butylphenyl Methylpropional (Lilial) — seit März 2022 verboten

Seltener, aber ebenfalls reguliert:

  • Alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Alcohol, Benzyl Benzoate, Benzyl Cinnamate, Benzyl Salicylate
  • Cinnamal, Cinnamyl Alcohol, Citral, Coumarin, Eugenol, Isoeugenol
  • Farnesol, Hydroxycitronellal, Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde
  • Amyl Cinnamal, Amylcinnamyl Alcohol, Anise Alcohol, Evernia Furfuracea, Evernia Prunastri
  • Methyl 2-Octynoate

„Natürlich" bedeutet nicht allergenfrei

Ein häufiges Missverständnis: Natur- und Biokosmetik sei allergenfrei. In Wirklichkeit sind viele der 26 Allergene natürlich vorkommende Verbindungen in ätherischen Ölen. Lavendelöl enthält Linalool. Zitronenöl enthält Limonene. Rosenöl enthält Citronellol und Geraniol.

Naturparfüm kann genauso allergen sein wie synthetisches Parfüm.

Wie BeautyGuard hilft

Wenn Sie ein Produkt scannen oder Inhaltsstoffe analysieren, erkennt BeautyGuard automatisch:

  1. Alle 26 EU-Duftstoffallergene in der Inhaltsstoffliste
  2. Hebt sie mit einer gelben Warnung hervor (Bewertung: 50)
  3. Zeigt sie separat im Abschnitt „Duftstoffallergene" an
  4. Prüft, ob sie ordnungsgemäß deklariert sind (nicht hinter „Parfum" versteckt)

„Wenn ein Produkt nur ‚Parfum' aufführt, ohne spezifische Allergene zu nennen, entspricht es möglicherweise nicht den EU-Kennzeichnungsvorschriften."

Prüfen Sie Ihre Inhaltsstoffe auf Allergene →

DuftstoffallergeneLinaloolLimoneneParfümallergieEU-Kennzeichnung
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