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Kosmetik-Etiketten lesen: Ein vollständiger Leitfaden

April 4, 2026

Jedes in der EU verkaufte Kosmetikprodukt muss bestimmte Angaben auf der Verpackung aufweisen. Das ist keine Option — es wird durch Artikel 19 der EU-Verordnung 1223/2009 vorgeschrieben. Dennoch gehen die meisten Verbraucher achtlos an diesen Informationen vorbei.

Das Verstehen Ihrer Kosmetik-Etiketten ist der wirksamste Schutz, den Sie haben. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten.

Die 10 vorgeschriebenen Etikettenelemente

1. Verantwortliche Person

Jedes Kosmetikprodukt muss den Namen und die Adresse der Person oder Firma zeigen, die für das Inverkehrbringen in der EU verantwortlich ist. Fehlt diese Angabe, sollte das Produkt nicht verkauft werden. Es ist Ihre Garantie, dass jemand zur Verantwortung gezogen werden kann.

2. Inhaltsstoffliste (INCI)

Die Internationale Nomenklatur kosmetischer Inhaltsstoffe — die lange Liste in winziger Schrift. Inhaltsstoffe werden in absteigender Reihenfolge nach Gewicht aufgeführt. Die ersten 5-6 Inhaltsstoffe machen den Großteil des Produkts aus. Inhaltsstoffe unter 1 % können in beliebiger Reihenfolge aufgeführt werden.

Tipp: Fügen Sie Ihre INCI-Liste bei BeautyGuard ein für eine sofortige Sicherheitsbewertung jedes Inhaltsstoffs.

3. Nettofüllmenge

Gewicht oder Volumen zum Zeitpunkt der Abfüllung — in Gramm (g) oder Millilitern (ml).

4. Mindesthaltbarkeitsdatum oder PAO

Es gibt zwei Formate:

  • Mindesthaltbarkeitsdatum (Sanduhrsymbol + Datum) — für Produkte mit einer Haltbarkeit unter 30 Monaten
  • PAO-Symbol (Symbol des offenen Tiegels mit „12M", „6M") — Verwendungsdauer nach dem Öffnen. Wie lange ist das Produkt nach dem ersten Öffnen noch sicher?

5. Anwendungshinweise

Warnhinweise gemäß Anhang III-VI der Verordnung. Zum Beispiel: „Kontakt mit den Augen vermeiden", „Enthält [bestimmtes Allergen]", „Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren."

6. Chargennummer

Ein Code, der die Produktionscharge identifiziert. Unverzichtbar für die Rückverfolgbarkeit bei einem Sicherheitsrückruf. Wenn Sie einen Rückruf sehen, können Sie hierüber prüfen, ob Ihr konkretes Exemplar betroffen ist.

7. Produktfunktion

Wofür das Produkt bestimmt ist — es sei denn, es ist offensichtlich. „Handcreme" ist offensichtlich. „Serum" könnte eine Erklärung erfordern.

8. Herkunftsland

Erforderlich für Produkte, die von außerhalb der EU importiert werden.

9. Duftstoffallergene

Die EU verlangt, dass 26 Duftstoffallergene namentlich aufgeführt werden, wenn sie oberhalb bestimmter Schwellenwerte vorhanden sind. Sie dürfen nicht hinter dem Wort „Parfum" oder „Aroma" versteckt werden. Häufige: Linalool, Limonene, Citronellol, Geraniol.

10. Sprache

Die Informationen müssen in der Amtssprache(n) des Verkaufslandes verfasst sein. INCI-Namen sind die Ausnahme — sie sind international standardisiert.

Warnzeichen auf Kosmetik-Etiketten

  • Keine Inhaltsstoffliste — in der EU illegal
  • Keine verantwortliche Person — niemand ist verantwortlich
  • „Parfum" ohne benannte Allergene — möglicherweise versteckte Allergene
  • Keine Chargennummer — bei einem Rückruf nicht rückverfolgbar
  • Angaben in einer Sprache, die Sie nicht lesen können — prüfen Sie, ob das Produkt für den EU-Markt bestimmt ist

Prüfen Sie Ihre Etiketten automatisch

BeautyGuard prüft alle 10 Etikettenanforderungen, wenn Sie ein Produkt scannen. Die Kennzeichnungs-Checkliste zeigt, welche Anforderungen erfüllt sind und welche fehlen — basierend auf den verfügbaren Daten für dieses Produkt.

„Ein Kosmetikprodukt ohne vollständiges Etikett ist wie ein Auto ohne Sicherheitsinspektion — es könnte in Ordnung sein, aber Sie haben keine Möglichkeit, es zu überprüfen."

Scannen und prüfen Sie Ihr Produkt →

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