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Naturkosmetik vs. synthetische Kosmetik: Was ist wirklich sicherer?

April 4, 2026

„Aus natürlichen Inhaltsstoffen." „100 % biologisch." „Ohne Chemie." Diese Marketingaussagen suggerieren, dass Naturkosmetik von Natur aus sicherer ist als synthetische. Die Wissenschaft widerspricht.

Der Mythos „natürlich = sicher"

Einige der giftigsten Substanzen der Erde sind vollkommen natürlich: Arsen, Quecksilber, Rizin, Botulinumtoxin. Die natürliche Herkunft sagt nichts über die Sicherheit aus. Was zählt, ist:

  • Die spezifische Verbindung und ihr toxikologisches Profil
  • Die Konzentration im Produkt
  • Der Expositionsweg (Haut, Augen, Verschlucken)

Natürliche Inhaltsstoffe, die Probleme verursachen

Ätherische Öle

Lavendel-, Teebaum- und Zitrusöle — alle enthalten Duftstoffallergene (Linalool, Limonene). Natürliche ätherische Öle sind eine der häufigsten Ursachen für allergische Kontaktdermatitis durch Kosmetik.

Pflanzenextrakte

Einige Pflanzenextrakte enthalten phototoxische Verbindungen, die bei Sonnenlichtexposition schwere Verbrennungen verursachen. Bergamottöl (Bergapten/5-MOP) ist aus diesem Grund in der EU eingeschränkt.

Synthetische Inhaltsstoffe, die sehr sicher sind

Viele synthetische Inhaltsstoffe haben jahrzehntelange Sicherheitsdaten:

  • Dimethicone (Silikon) — inert, ungiftig, nicht komedogen
  • Niacinamid (Vitamin B3) — gut untersucht, wirksam, minimale Nebenwirkungen
  • Hyaluronsäure (synthetisch) — identisch mit natürlicher, keinerlei Allergenität

Was das EU-Recht tatsächlich verlangt

Die EU-Verordnung 1223/2009 unterscheidet nicht zwischen „natürlich" und „synthetisch". Sie bewertet jeden Inhaltsstoff anhand von Sicherheitsdaten, unabhängig von der Herkunft. Ein natürlicher Inhaltsstoff und ein synthetischer Inhaltsstoff durchlaufen dieselbe Sicherheitsbewertung.

So bewerten Sie die Sicherheit richtig

Achten Sie nicht auf „natürlich" oder „synthetisch". Stattdessen:

  1. Prüfen Sie Ihre Inhaltsstoffliste gegen EU-Sicherheitsdatenbanken
  2. Suchen Sie nach spezifisch bedenklichen Stoffen (Allergene, eingeschränkte Verbindungen)
  3. Prüfen Sie das Produkt gegen EU-Sicherheitswarnungen

Scannen Sie Ihr Produkt für echte Sicherheitsdaten →

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